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Tipps für den Monat Mai

Pflanzen - Tipp

Pfingstrose

Rose ohne Dornen

  • Ob als Staude oder seltener auch als Strauch, Paeonien sind treue Gartenschönheiten. Sie wachsen über Jahre hinweg ausdauernd an einem Standort und erfreuen uns mit ihren wunderschönen, üppigen, bis zu 10 cm großen Blütenkugeln. Die staudige Päonie stirbt im Gegensatz zur verholzenden Strauchpäonie jedes Jahr im Herbst oberirdisch ab, zieht ein und treibt pünktlich im Frühjahr wieder aus. Die wichtigsten Arten der Stauden sind die Bauern-Pfingstrose (Paeonia officinalis) und die Chinesische Pfingst- rose (P. lactiflora).

  • Heil- und Glückspflanze

  • Die ursprünglich in Südeuropa beheimatete Bauern-Pfingstrose fand im Mittelalter den Weg über die Alpen in nördlichere Gefilde. Schon bald hatte sie, da in erster Linie als Heilpflanze geschätzt, ihren festen Platz in den Klöster- und Bauerngär- ten. Ihre chinesische Verwandte hingegen wurde im Reich der Mitte zum Symbol für Wohlstand und Glück.

  • Prächtige Blüten in vielen Farben

  • 'Rubra Plena' dürfte wohl als eine der schönsten Vertreterinnen der Paeonia-officinalis-Sorten gelten. Ihre dicht gefüllten, schweren Blütenköpfe verzaubern mit einem wunderbaren Rubinrot. Unter den Chinesischen Pfingstrosen kann der Pfingstrosenliebhaber nach Herzenslust wählen, das Sorten- und Farbangebot ist enorm groß. Hübsche Beispiele sind 'Sarah Bernhardt', eine alte, duftende, dicht gefüllte, rosafarbene Sorte, und die zweifarbige 'Tom Eckhardt' — außen intensiv rosa, innen goldgelb-rosa gefüllt.

mückt sich im späten Frühjahr die Persische

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Gemüsegarten

  • Rasenschnitt lässt sich im Gemüsegarten gut als Mulchmaterial verwenden. Achten Sie dabei jedoch darauf, dass die Lagen nicht zu dick sind, und ziehen Sie den Mulch auch nicht bis zur Stielbasis. Zwiebeln sollten nicht gemulcht werden, da sie bei einem offenen Boden wesentlich besser wachsen.

  • Auch wenn der Winter noch weit ist - denken Sie rechtzeitig daran, alle Winterkohlarten anzuziehen. Denn je eher Sie mit der Vorkultur beginnen, desto kräftiger werden die Jungpflanzen dann vor dem Winter sein.

  • Brechen Sie bei Rhabarber die Blütentriebe regelmäßig tief am Boden ab. Nach den letzten Frösten dürfen im Freiland jetzt auch Tomaten, Paprika, Bohnen, Gurken und Knollensellerie gepflanzt werden. Stangenbohnen und Tomaten sollten beim Pflanzen gleich entsprechende Stützen erhalten, an denen Sie die Pflanzen später aufleiten können.

  • Die Frühsommersorten des Spinats können nur noch jetzt ausgesät werden. Später sind sie nicht mehr schossfest.

  • Ab Mitte des Monats kann Majoran direkt ins Freie gesät werden. Die feinen Samen sollten dabei nur ganz dünn abgedeckt werden.

  • Zuckermais kann in klimatisch begünstig- ten Gebieten ab Anfang des Monats direkt ins Freiland gesät werden.

Lange Ernte

  • 'Multi-Head' ist eine Blumenkohlsorte, die mehrfach abgeerntet werden kann. Denn sie bildet viele Seitentriebe mit zarten, weißen, kleineren Blumen, nachdem die zentrale größere Blume, die etwas 12-15 cm groß wird, geerntet worden ist. Geschieht das frühzeitig, wird dadurch die Entwicklung der - Seitentriebe gefördert. Die Vorkultur ist ab Mitte Februar bis Ende Mai möglich, die Jungpflanzen sollten dann für eine Ernte von Juni bis September von April bis Juni mit einem Abstand von 50 x 60 cm ins Freiland gepflanzt werden. Da- neben ist auch eine Kultur in einem großen Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse möglich.

Ziergarten

Mairitterling

Zwischen April bis Juni erscheinen die Fruchtkörper des Mairitterlings, den man zwischen Gras in Laubwäldern, an Weg- und Waldrändern sowie auf Wiesen und Weiden - findet. Der anfangs kegel- oder glockenförmige, später ausgebreitete und gebuckelte Hut misst zwischen 3 und 10 cm im Durchmesser und hat eine weiß-cremefarbene, leicht ins Gräuliche übergehende Färbung. Die Huthaut kann einige Flecken aufweisen, manchmal ist sie auch aufgerissen. Das weiße Fleisch ist fest, saftig und riecht mehlartig. Typisch sind seine weißlichen bis cremefarbenen Lamellen. Der standorttreue Mairitterling ist ein guter Speisepilz, der allerdings leicht mit den giftigen Feldtrichterlingen und Mairisspilzen verwechselt werden kann.

  • Bilden Narzissen, Tulpen oder Kaiserkronen Samenstände, dann sollten Sie diese frühzeitig entfernen, damit die Pflanzen ihre Kraft nicht in die Vermehrung stecken.
  • Kaufen Sie in diesem Monat gegebenenfalls Teichtiere, die Sie im Gartenteich aussetzen ollen. Von Tieren der freien Natur sollten Sie hingegen die Finger lassen, da diese häufig unter Naturschutz stehen und Sie auch nicht wissen können, ob sie wirklich gesund sind.
  • Denken Sie daran, neu angelegte bzw. nachgesäte Rasenflächen bei Trockenheit ausreichend zu beregnen.
  • Setzen Sie neue Stauden etwa bis Ende des Monats, falls es keine Frühsommerblüher sind.
  • Wer ab Mitte April bis Mitte Juni alle 14 Tage Gladiolenknollen in die Erde bringt, der kann sich lange Zeit an den schönen Blüten erfreuen.
  • Ab Mitte des Monats dürfen die meisten Sommerblumen ins Freie gepflanzt werden. Denken Sie daran, sie zuvor abzuhärten, und wählen Sie um Auspflanzen am besten einen etwas bedeckten Tag.
  • Wenn der Flieder verblüht ist, sollten Sie die Blütenstände entfernen, damit die Pflanze zahlreiche Knospen für das nächste Jahr bildet.
  • Schneiden Sie Forsythien nach der Blüte zurück.
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Obstgarten

Flaschenbirnen

Möchten Sie in diesem Jahr einen Obstbrand mit einer ganzen Birne darin verschenken, dann sollten Sie Mitte/ Ende Mai eine gesunde Birne auswählen, um die herum Sie alle Blätter entfernen. Danach stülpen Sie eine bauchige, durchsichtige Flasche mit möglichst kurzem Hals vorsichtig über die Birne und hängen die Flasche kopfüber an einem Draht auf. Nach etwa vier Monaten können Sie die Birne ernten, spülen die Flasche dann mit warmem Wasser aus und füllen anschließend einen Birnenobstbrand auf. Besonders gut eignet sich dafür übrigens die Sorte 'Williams Christ'.

  • Da Ohrwürmer vor allem Blatt- und Blutläuse vertilgen und auch Mehltaupilze nicht verschmähen, sind sie gerne gesehene Gäste im Obstgarten. Möchten Sie ihnen etwas Gutes tun, dann hängen Sie jetzt mit Stroh oder Holzwolle gefüllte Blumentöpfe aus Ton mit der Öffnung nach unten auf, und zwar am besten in Apfel- oder Birnbäumen.
  • Dürre Zweige an Aprikosen, Kirschen, Apfelbäumen und Pfirsichen sollten frühzeitig entfernt werden, da es sich hierbei um einen Befall mit Monilia handeln kann.
  • In diesem Monat sollten Sie die Wellpappegürtel gegen Apfel- und Pflaumenwickler an den Stämmen der Apfel- und Pflaumenbäume anbringen. Alternativ lassen sich Lockstofffallen einsetzen.
  • Der sogenannte Wonnemonat bringt leider auch eine ganze Reihe von Krankheitserregern und Schädlingen mit sich. Spinnmilben, Blattläuse, Ringelspinner, Knospenwickler, Schorf, Grauschimmel und Mehltau sind nur einige, auf die man jetzt besonders achten sollte. Wird eine Bekämpfung notwendig, dann sollten Sie möglichst auf biologische oder mechanische Maßnahmen zurückgreifen.
  • Denken Sie daran, die Obstgehölze bei Trockenheit gründlich zu wässern. Das mindert den Junifall und sorgt für eine gute Fruchtqualität.
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noch´n Tippp des Monats

Balkonien, der neue Garten?

Üppig grün und prächtig blühend, so wünschen wir uns unseren Balkon. Ob das jedoch gelingt, hängt vor allem von der richtigen Pflanzenauswahl ab, denn Balkonbewohner müssen besonders wind- und wetterfest sein. Die Bedingungen auf einem Balkon sind hart: Bei Sonnenschein herrscht Wüstenklima, bei einer Brise ist es windig, Wind fühlt sich an wie ein Orkan, Regen wird gleich zu Hochwasser und Frost und Schnee führen zu Bedingungen wie am Polarkreis. Je höher der Balkon liegt, desto stärker ist dieser Effekt und bei einer Dachterrasse kommt es oft von allen Seiten. Nichts für Weichlinge Balkonwetter ist daher eine Bewährungsprobe für nahezu alle Pflanzen, wobei der Wind in der Zauberglöckchen vertragen Wind und Hitze recht gut. Regel die größte Herausforderung darstellt: Manch eigentlich robuste Art wie die Aster mag einfach keinen und mickert unter solchen Bedingungen. Andere sind schlicht zu instabil, denn zarte Blüten, weiche Blätter, lange Triebe, hohe Stängel und große, schwere Blütenköpfe haben einer frischen Brise nichts entgegenzusetzen, werden zerfetzt und abgeknickt. Aber es gibt Arten, die damit zurechtkommen, wenn sie gut gepflegt werden. Stars auf dem Balkon Mit Hitze und Wind kommen alle Pflanzen gut klar, die ursprünglich in den Bergen, im Steppenklima oder im Mittelmeergebiet zu Hause sind, z. B. Fette Henne, Katzenminze oder Oleander. Auch Storchschnabelarten eigenen sich gut, besonders der Kaukasus- (Geranium renardii) und der Himalaya-Storchschnabel (G. himalayense), sowie das Zauberglöckchen (Calibrachoa). Es ähnelt optisch den balkontypischen Hängepetunien, bildet aber eine eigene Pflanzengattung und ist wesentlich windtoleranter. Auch viel und heftiger Regen macht ihm wenig aus. Ähnlich robust sind Efeu und Fuchsien; beide Arten fühlen sich allerdings im kühlen Schatten wohler als in der Sonne. Generell empfehlenswert sind Einjährige wie Kapuzinerkresse oder Feuer-Bohne. Die wachsen so üppig und schnell, dass es kaum etwas ausmacht, wenn sie im Balkonkasten von Hitze, Wind und Wetter etwas gebremst nicht ganz die Dimensionen wie im Beet erreichen. Ebenfalls Allrounder sind die Ge- ranien der Gärtner (Pelargonium) - offensichtlich nicht ohne Grund der Balkonblumenklassiker schlechthin. Es gibt sie längst nicht mehr nur im typischen hellen Rot, sondern mit großen und kleinen Blüten, panaschierten Blättern, apart in Weiß, Dunkelblutrot oder zartlila überlaufen . Lieber Essbares Sie wollen auch etwas ernten? Heimisches wie Schnittlauch, Salat oder Spinat ist leider fürs raue Balkonien oft zu zimperlich. Setzen Sie lieber auf Stangenbohnen, auch wenn diese nicht die Größe ihrer Kollegen im Garten erreichen werden. Und ansonsten halten Sie sich eher an mediterrane Kräuter und Gemüse wie Rosmarin, Thymian, Lavendel, Auberginen und Zucchini. (tin) Und im Winter? = Für nicht frostharte Pflanzen wie Oleander oder Rosmarin = brauchen Sie im Winter ein frostfreies - Plätzchen, das sollten - Sie bedenken, bevor - Sie einkaufen und bepflanzen. Winterharte - Arten können Sie hingegen auf dem Balkon lassen. Das sieht sogar sehr hübsch = aus, wenn sich zarter Reif oder ein Schneehäubchen auf sie legt. - Kübel werden jedoch schneller viel kälter als gewachsene Erde und sollten deshalb mit = Strohmatten, Jutesäcken oder Luftpolsterfolie „angezogen" = und in eine möglichst geschützte Ecke - vom Balkon gerückt - werden. 

noch´n Rezept

Kandierte Blüten

Zutaten :

1 Eiweiß,

1-2 Handvoll Blüten,

2-3 EL feinen Zucker

(keinen Puderzucker!)

  • Schlagen Sie das Eiweiß gut schaumig und bepinseln Sie die Blüten vorsichtig damit. Streuen Sie nun behutsam den Zucker über die Blüten und legen Sie diese anschließend auf ein Backpapier. Geben Sie das Blech in einen auf 50 oc vorgeheizten Ofen, schalten Sie nach Möglichkeit auf Umluft und lassen Sie die Ofentür einen Spaltbreit offen. Im Durchschnitt sind die Blüten nach 20 min fertig. Für dieses Rezept eignen sich die verschiedensten Blüten. Probieren Sie z. B. einmal Ährige Teufelskralle, Bocksbart, Engelwurz, Fichte, Gänseblümchen, Günsel, Weißdorn, Hauhechel, Hecken-Rose, Holz-Apfel, Huflattich, Klatsch-Mohn, Kiefer, Königskerze, Margerite, Rot-Klee, Schlehe, Schlüsselblume, Veilchen, Weide oder Wilde Malve. Sie werden sicherlich Ihre Lieblingsblüten entdecken. Blätter können übrigens auf die gleiche Art kandiert werden, hierfür benötigen Sie auch nicht ganz so viel Fingerspitzengefühl.

Dieses Rezept stammt aus „Alles aus Wildpflanzen" von Coco Burckhardt, erschienen im Verlag Eugen Ulmer, ISBN 978-3-8001- 7763-9.

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