
Tipps für den April
Pflanzen - Tipp
Persische Kaiserkrone
dunkelblauer Schellenbaum
Stattlich an Wuchs schmückt sich im späten Frühjahr die Persische Kaiserkrone (Fritillaria persica) mit bis zu 50 wunderschönen, dunklen, blauvioletten, leicht duftenden Glockenblüten. Wenn auch farblich vielleicht nicht unbedingt auffällig, ist es aber bestimmt ihr Blütenstand, der die Blicke einfängt: angeordnet wie an einer Traube bzw. einem Schellenbaum ein echter Hingucker. Orientalisch geheimnisvoll und dennoch anspruchslos Kaiserkronen gehören zu den Liliengewächsen (Liliaceae), stammen aus Vorderasien und zählen heute zu den traditionellen Bauerngartenpflanzen. Dabei waren sie anfangs als kostspielige Importpflanzen in erster Linie nur in den Prachtgärten der Adeligen zu finden. Den Sprung ins Bauerngartenbeet dürfte diese prächtige Zwiebelstaude nicht zuletzt dem Umstand verdanken, dass sie erstaunlich robust ist. Mit leichtem Winterschutz übersteht sie auch die kalte Jahreszeit, fasziniert Jahr für Jahr verlässlich aufs Neue und verwildert sogar mit der Zeit. Prächtig anzuschauen - allein oder in Begleitung Die aus einer etwa faustgroßen Zwiebel bis zu 1 m hoch wachsende Staude ist ein markanter Solitär, lasst sich aber auch gerne als kleine Gruppe im Staudenbeet bewundern. Hübsche Begleiter sind andere späte Frühlingsblüher wie Tulpen, Goldlack oder Vergissmeinnicht.
Gemüsegarten
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Rettich sollte wegen der Schossgefahr erst dann im Freiland ausgesät werden, wenn die Tagestemperaturen über 12 oc liegen.
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Denken Sie unbedingt daran, Kohl, Zwiebeln, Lauch, Rettich, Radieschen und Möhren mit Pflanzenschutznetzen gegen Gemüsefliegen abzudecken.
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Wenn die Temperaturen nicht mehr winterlich sind, dann können Sie jetzt verschiedene Kräuter direkt im Freiland aussäen.
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Dazu gehören Borretsch, Petersilie, Dill, Kerbel und Kresse. Je nach Wetterlage brau- Chen die Aussaaten eventuell noch einen Folienschutz.
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Schon aufgelaufene Aussaaten, die bereits so
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weit entwickelt sind, dass Sie die Jungpflanzen
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problemlos gut anfassen können, sollten bei Bedarf auf den Endabstand vereinzelt werden.
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Ab Mitte des Monats können Sie mit der Anzucht von Zucchini und Kürbissen beginnen, damit Sie nach den Eisheiligen kräftige Jung- pflanzen zum Auspflanzen ins Freiland haben.
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Beginnen Sie frühzeitig mit dem Bekämpfen der Schnecken. Diese schlüpfen etwa ab Ende März aus den Eiern und beginnen dann mit ihrem Raubzug durch den Garten.
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Säen Sie in diesem Monat Anis direkt im Freiland aus. Dabei ist eine Markiersaat mit Radieschen günstig, da Anis drei bis vier Wochen zum Keimen benötigt. Die Kiepenkerl-Sorte 'Boldor Fl' kann jetzt ausgesät werden.
GELBE ROTE BETE
'Boldor Fl' ist eine Rote Bete, die etwas aus der Reihe tanzt, denn sie wartet mit einer gelborangen - Schale und goldgelbem Fleisch auf. Dazu schmeckt sie mild und süß und kann auch roh gut verzehrt werden. Klingt das interessant für Sie? Dann kann es ab Mitte des Monats losgehen, allerdings nicht früher, da der Boden warm genug sein muss, da im Jungpflanzenstadium Temperaturen unter 10 oc das Schossen induzieren. Die Freilandaussaat ist bis Juni möglich, wobei der Endabstand 15 x 25 cm betragen sollte. Ernten können Sie dann von August bis November.


Ziergarten
Naturspektakel Regenbogen
- Für einen Regenbogen am Himmel braucht es Sonnenlicht und eine sehr wasserreiche Atmosphäre. Ein solches Wetterphänomen, nämlich Sonne mit gleichzeitigem Regen, haben wir am ehesten im Frühjahr oder im Herbst. Doch was passiert da eigentlich? Das für uns zunächst „nur" weiße Licht der Sonne setzt sich real aus vielen verschiedenen Farben zusammen. Und erst dann, wenn es gebrochen wird - indem es auf einen Widerstand trifft -, wird es für uns sichtbar in seine farbigen Bestandteile zerlegt. Ein solcher Wi- derstand kann z. B. ein Regentrop- fen sein. Er bündelt das Licht und wirft es in einem Winkel von etwa 420 zurück. Das bedeutet, nur wenn man in etwa diesem Winkel zur egenfront steht und die Sonne im Rücken hat, kann man überhaupt einen Regenbogen sehen.
- Möchten Sie einen neuen Rasen anlegen, dann warten Sie Nachttemperaturen von mindestens 5 oc und Tagestemperaturen von rund 15 oc ab. Sobald diese herrschen, können Sie loslegen. Denken Sie bei mangelnden Niederschlägen unbedingt an eine zusätzliche Beregnung der Fläche.
- Pflanzen Sie in diesem Monat im Gartenteich Wasserpflanzen. Dabei sollten Sie sparsam, aber auch nicht zu sparsam vorgehen. Entscheiden Sie sich besser für mehrere schwachwüchsige Arten als für wenige starkwüchsige Vertreter. Als Faustregel kann gelten, dass zwei Drittel der Teichoberfläche bepflanzt sein sollten, während ein Drittel sichtbar bleibt.
- Wer noch in diesem Jahr blühende Stockrosen im Garten haben möchte, der sollte diese Anfang des Monats geschützt aussäen und dann Mitte Mai auspflanzen.
- Sobald die selbst angezogenen Sommerblumen mehrere Laubblattpaare aufweisen, sollten Sie die Triebspitzen auskneifen, damit die Seitenknospen gefördert werden und die Pflanzen so buschiger und kompakter werden.
- Ab Mitte des Monats kann eine neue Blumenwiese ausgesät werden.
- Aufgrund der Winterfeuchte ist die Grasnarbe im März oft noch zu nass zum Mähen. Warten Sie daher am besten bis April ab; eventuell sollten Sie sogar erst Ende des Monats das erste Mal mähen.
Obstgarten
Stroh als Mulchmaterial
Auch Stroh ist grundsätzlich als Mulchmaterial geeignet. Da es jedoch wie Rinden- mulch oder Holzhäcksel ein weites Kohlenstoff- Stickstoff- Verhältnis aufweist, benötigen die zersetzenden Mikroorganismen zunächst eine zusätzliche Stickstoffquelle. Daher sollte man hier für einen Stickstoffausgleich in Form von Kompost oder Hornmehl sorgen.
- In gefährdeten Lagen sollten die blühenden Beerensträucher mit Vlies, Schattiermatten o.Ä. vor Nachtfrösten geschützt werden. Am besten stellen Sie frühzeitig ein Gerüst auf, über das Sie dann bei Bedarf nur noch das Gewebe spannen müssen.
- Wenn Sie jetzt noch Obstgehölze pflanzen möchten, dann sollten Sie nur noch Containerware verwenden und keine wurzelnackten Pflanzen mehr.
- Bei Apfelbäumen können schon zur Blüte die ersten Schorfflecken auf den Blättern auftreten. Einen geringen Befall toleriert man am besten; bei stärkerem Befall ist möglicher- weise jedoch der Einsatz eines geeigneten Pflanzenschutzmittels angebracht. Bei Neupflanzungen sollten Sie möglichst eine schorfresistente Sorte wählen.
- Der Wurzelbereich der flach wurzelnden Beerensträucher sollte mit organischem Material abgedeckt werden. Dadurch sinkt die Wasserverdunstung, gleichzeitig sorgt die Verrottung und Mineralisierung des organischen Materials für eine gleich- mäßige Nährstoffversorgung. Ziehen Sie das Mulchmaterial nicht bis an die Stämmchen, da es sonst zu Verbrennungen kommen kann.
- Bei Nässe werden die Blüten der Obstgehölze nicht befruchtet, dafür steigt die Infektionsgefahr mit Pilzen. Aus diesem Grund sollten Sie in einem verregneten April nach Möglichkeit das Wasser nach dem Regen vorsichtig von den Blüten schütteln, damit diese schneller abtrocknen.


noch´n Rezept
Brunnenkresse Salat mit Honiggarnelen
Brunnenkresse putzen, waschen und gut abtropfen lassen. Ingwer schälen und auf einer Reibe fein reiben. Den inneren, weichen Teil des Zitronengrases und die halbe Chilischote, den Koriander und den Knoblauch fein hacken. Etwas von der Limettenschale in sehr feine Streifen schneiden oder mit dem Fadenschneider abziehen und den Saft beider Limetten auspressen. Die Garnelen abspülen, Darmreste entfernen, mit Küchenpapier abtrocknen und zusammen mit Ingwer, Zitronengras und Chili in heißem Olivenöl anschwitzen. Knoblauch, Honig, Limettensaft, Koriander und Wasser dazugeben, mit Salz abschmecken und kurz aufkochen. Auf der Brunnenkresse anrichten und Sud darüberträufeln. Mit Limettenschale garnieren. Warm oder kalt servieren.
Dieses Rezept stammt aus „Gesundes aus Honig, Pollen, Propolis" von Annette Schroeder, erschienen im Verlag Eugen Ulmer, ISBN 978-3-8001- 7728-8.